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Datenvisualisierung: 30 Beispiele + Arten + Tools [2025 Guide]

Datenvisualisierung einfach erklärt: 30 praxisnahe Beispiele, 7 Visualisierungs-Arten und die besten Tools für Schweizer KMU. Von Excel-Charts bis professionelle Infografiken.

Roman Stalder
Zuletzt aktualisiert: 4. Januar 2026

Datenvisualisierung: 30 Beispiele + Arten + Tools [2025 Guide]

Datenvisualisierung macht komplexe Daten verständlich. In diesem umfassenden Guide zeige ich Ihnen 30 praxisnahe Datenvisualisierungs-Beispiele, die 7 wichtigsten Visualisierungs-Arten und welche Tools sich für Schweizer KMU wirklich lohnen.

Nach über 30 Jahren als Grafikdesigner und hunderten realisierten Datenvisualisierungen für KMU weiss ich: Gute Datenvisualisierung ist keine Kunst – sie folgt klaren Prinzipien. Und diese Prinzipien lassen sich lernen.

Was ist Datenvisualisierung?

Datenvisualisierung ist die grafische Darstellung von Informationen und Daten. Durch visuelle Elemente wie Diagramme, Grafiken und Karten werden Daten-Muster, Trends und Korrelationen erkennbar, die in Tabellen verborgen bleiben.

Der Unterschied: Datenvisualisierung vs. Infografik

Datenvisualisierung:

  • Fokus auf Daten & Zahlen
  • Oft interaktiv (z.B. Dashboards)
  • Primär analytisch
  • Beispiel: Umsatz-Dashboard, Verkaufszahlen-Chart

Infografik:

  • Fokus auf Storytelling
  • Meist statisch (Print/Web)
  • Primär kommunikativ
  • Beispiel: Unternehmensgeschichte, Prozess-Erklärung

Wichtig: Die Grenzen verschwimmen. Viele Infografiken enthalten Datenvisualisierungen – und umgekehrt.

Mehr zum Unterschied: Infografik-Arten erklärt


Warum Datenvisualisierung für Schweizer KMU essentiell ist

1. Schnellere Entscheidungsfindung

Das Problem: Ein KMU-CEO erhält einen 40-seitigen Excel-Report mit Quartalszahlen. Durcharbeiten dauert 2 Stunden.

Die Lösung: Ein einseitiges Dashboard zeigt die 5 wichtigsten KPIs auf einen Blick. Entscheidung in 5 Minuten.

ROI-Beispiel: Schweizer Finanz-KMU (35 MA) spart durch monatliches Dashboard 8 Stunden Management-Zeit = CHF 800/Monat bei durchschnittlichem Stundensatz.

2. Bessere interne Kommunikation

Zahlen in Präsentationen sind langweilig. Visualisierte Daten bleiben hängen.

Studien zeigen:

  • Menschen behalten 10% von gehörten Informationen
  • Aber 65% von visuell dargestellten Informationen
  • Visuelle Inhalte werden 60'000x schneller verarbeitet als Text

3. Professioneller Marktauftritt

KMU, die Daten professionell visualisieren, wirken:

  • Kompetenter
  • Innovativer
  • Transparenter

Beispiel: Ein Geschäftsbericht mit professionellen Datenvisualisierungen statt Excel-Screenshots vermittelt sofort: "Dieses Unternehmen ist modern und datenkompetent."


Die 7 Arten der Datenvisualisierung

Je nach Datentyp und Kommunikationsziel eignen sich unterschiedliche Visualisierungs-Arten. Hier die wichtigsten 7:

1. Vergleichsvisualisierungen

Zweck: Zwei oder mehr Datenpunkte vergleichen

Beste Visualisierungen:

  • Balkendiagramm (horizontal/vertikal)
  • Gruppiertes Balkendiagramm
  • Bullet Charts
  • Radar-Charts

Wann einsetzen:

  • Umsatz verschiedener Produkte vergleichen
  • Marktanteile verschiedener Regionen
  • Teamleistungen gegenüberstellen

KMU-Beispiel: Ein Zürcher Software-Startup visualisiert die Feature-Nutzung ihrer Top 5 Funktionen als Balkendiagramm. Sofort klar: Feature A wird 4x mehr genutzt als Feature E.

→ Beispiel: Vergleichs-Infografiken


2. Verteilungsvisualisierungen

Zweck: Zeigen, wie Daten verteilt sind

Beste Visualisierungen:

  • Histogramm
  • Box-Plot
  • Streudiagramm (Scatter Plot)
  • Violin Plot

Wann einsetzen:

  • Altersverteilung von Kunden
  • Preisverteilung von Produkten
  • Mitarbeiter-Gehaltsspanne

KMU-Beispiel: Ein Basler Personaldienstleister zeigt die Gehaltsverteilung in der IT-Branche als Box-Plot. Kunden sehen sofort: Median CHF 95'000, Spanne CHF 75'000 – CHF 140'000.


3. Zeitreihen-Visualisierungen

Zweck: Entwicklung über Zeit zeigen

Beste Visualisierungen:

  • Liniendiagramm
  • Flächendiagramm (Area Chart)
  • Gantt-Chart (Projektpläne)
  • Gestapeltes Flächendiagramm

Wann einsetzen:

  • Umsatzentwicklung über 5 Jahre
  • Website-Traffic pro Monat
  • Projekt-Timeline

KMU-Beispiel: Eine Berner Manufaktur zeigt ihr Wachstum seit 1995 als Liniendiagramm. Die visuelle Geschichte ist stärker als jede Zahl: Von CHF 200'000 auf CHF 3.2 Mio. – kontinuierlich steigend.

Tool-Tipp: Excel kann das. Aber professionelle Linien-Charts in Unternehmensfarben wirken 10x besser.


4. Kompositionsvisualisierungen

Zweck: Zeigen, woraus etwas besteht (Teile eines Ganzen)

Beste Visualisierungen:

  • Kreisdiagramm (Pie Chart) – nur für 2-5 Kategorien!
  • Gestapeltes Balkendiagramm
  • Treemap
  • Sunburst Chart

Wann einsetzen:

  • Umsatzanteile pro Produktkategorie
  • Ausgabenverteilung im Budget
  • Marktanteile verschiedener Anbieter

KMU-Beispiel: Ein Luzerner E-Commerce-KMU visualisiert die Umsatzverteilung: 45% Schweiz, 30% Deutschland, 15% Österreich, 10% Rest-EU. Als Donut-Chart (Kreisdiagramm mit Loch) wirkt das moderner als Excel-Standard.

Wichtig: Kreisdiagramme nur für max. 5 Kategorien nutzen! Bei mehr: Balkendiagramm.


5. Beziehungsvisualisierungen

Zweck: Zusammenhänge und Korrelationen zeigen

Beste Visualisierungen:

  • Streudiagramm (Scatter Plot)
  • Bubble Chart
  • Netzwerkdiagramm
  • Heatmap

Wann einsetzen:

  • Zusammenhang zwischen Marketingbudget & Umsatz
  • Korrelation zwischen Kundenzufriedenheit & Wiederkaufrate
  • Netzwerk-Beziehungen (z.B. Lieferketten)

KMU-Beispiel: Ein Genfer SaaS-Unternehmen visualisiert den Zusammenhang zwischen "Onboarding-Dauer" (X-Achse) und "Customer Lifetime Value" (Y-Achse) als Scatter Plot. Ergebnis: Je schneller das Onboarding, desto höher der CLV. Klare Handlungsempfehlung!


6. Geografische Visualisierungen

Zweck: Daten mit räumlichem Bezug darstellen

Beste Visualisierungen:

  • Choroplethenkarte (eingefärbte Regionen)
  • Symbol-Karte (Icons auf Karte)
  • Heatmap (geografisch)
  • 3D-Karten

Wann einsetzen:

  • Verkaufszahlen pro Kanton
  • Standorte von Filialen
  • Lieferwege visualisieren

KMU-Beispiel: Eine Schweizer Versicherung zeigt ihre Marktanteile pro Kanton als Choroplethenkarte. Dunkelblau = hoher Marktanteil, hellblau = niedriger. Sofort erkennbar: Stark in der Ostschweiz, Potenzial in der Romandie.

→ Geografische Datenvisualisierung-Beispiele


7. Hierarchie-Visualisierungen

Zweck: Rangfolgen und hierarchische Strukturen zeigen

Beste Visualisierungen:

  • Treemap
  • Sunburst Chart
  • Dendrogramm
  • Organisationsdiagramm

Wann einsetzen:

  • Organigramme
  • Produktkategorien-Hierarchie
  • Ausgaben nach Kostenstellen

KMU-Beispiel: Ein Zürcher Startup zeigt sein Ausgaben-Budget als Treemap: Jede Kostenstelle ist ein Rechteck, Grösse = Anteil am Budget. Personalkos

ten (60%) dominieren visuell – keine Überraschung, aber die Visualisierung macht es greifbar.


30 Datenvisualisierungs-Beispiele für Schweizer KMU

Jetzt wird es praktisch. Hier sind 30 konkrete Beispiele, kategorisiert nach Business-Zweck.

Kategorie A: Finanzen & Geschäftsberichte

Beispiel 1: Jahresumsatz-Entwicklung (Liniendiagramm)

Beschreibung: Einfaches Liniendiagramm zeigt Umsatzentwicklung 2019-2024. Y-Achse: Umsatz in CHF Mio., X-Achse: Jahre.

Was macht es erfolgreich:

  • Klarer Aufwärtstrend sofort erkennbar
  • Meilensteine markiert (z.B. "Neues Produkt 2022")
  • Unternehmensfarben genutzt

Tool: Excel, Google Sheets, Tableau


Beispiel 2: Gewinn-Verlust-Statement (gestapeltes Balkendiagramm)

Beschreibung: Gestapeltes Balkendiagramm zeigt Einnahmen (grün) und Ausgaben (rot) pro Quartal. Nettogewinn als separate Linie darüber.

Was macht es erfolgreich:

  • Positive/negative Entwicklung sofort sichtbar
  • Vergleich Quartal-zu-Quartal möglich
  • Kontext durch Nettogewinn-Linie

Tool: Tableau, Power BI, Excel


Beispiel 3: Budget-Allokation (Treemap)

Beschreibung: Treemap zeigt Ausgabenverteilung: Personal (60%), Marketing (15%), Operations (12%), IT (8%), Diverses (5%).

Was macht es erfolgreich:

  • Proportionen sofort erfassbar
  • Grosse Blöcke = grosse Ausgaben
  • Farbcodierung nach Kategorie

Tool: Tableau, D3.js, RAWGraphs


Kategorie B: Marketing & Vertrieb

Beispiel 4: Lead-Funnel (Trichter-Visualisierung)

Beschreibung: Sales-Funnel mit 5 Stufen: Awareness (10'000) → Interest (2'000) → Consideration (500) → Intent (200) → Purchase (50). Conversion-Raten zwischen Stufen eingeblendet.

Was macht es erfolgreich:

  • Bottlenecks sofort erkennbar
  • Conversion-Raten zwischen Stufen zeigen Optimierungspotenzial
  • Visuell intuitiv (Trichter-Metapher)

Tool: HubSpot, Salesforce, Google Analytics + Visualisierung


Beispiel 5: Social Media Performance (Radar-Chart)

Beschreibung: Radar-Chart vergleicht 5 Social-Media-KPIs (Reichweite, Engagement, Wachstum, Click-Through-Rate, Conversion) über 6 Monate.

Was macht es erfolgreich:

  • Multi-dimensionaler Vergleich auf einen Blick
  • Stärken/Schwächen sofort sichtbar
  • Kompakte Darstellung

Tool: Tableau, Datawrapper, Flourish


Beispiel 6: Customer Acquisition Cost vs. Customer Lifetime Value (Scatter Plot)

Beschreibung: Scatter Plot: X-Achse = CAC, Y-Achse = CLV. Jeder Punkt = Kundengruppe. Ideale Zone markiert (CLV > 3x CAC).

Was macht es erfolgreich:

  • Zusammenhang zwischen CAC & CLV visualisiert
  • Profitabel vs. unprofitabel sofort erkennbar
  • Handlungsempfehlungen ableitbar

Tool: Tableau, Google Data Studio, Excel


Kategorie C: HR & Personal

Beispiel 7: Mitarbeiter-Altersverteilung (Histogramm)

Beschreibung: Histogramm zeigt Altersverteilung der Mitarbeitenden in 5-Jahres-Schritten: 20-25 (8%), 25-30 (22%), 30-35 (28%), 35-40 (20%), 40-45 (12%), 45+ (10%).

Was macht es erfolgreich:

  • Demografie-Trend erkennbar
  • Alterskonzentration sichtbar
  • Basis für Nachwuchsplanung

Tool: Excel, Tableau, Power BI


Beispiel 8: Fluktuation nach Abteilung (Balkendiagramm)

Beschreibung: Horizontales Balkendiagramm: Fluktuation pro Abteilung in %. Vertrieb: 18%, IT: 12%, HR: 8%, Finance: 5%.

Was macht es erfolgreich:

  • Problemzonen sofort erkennbar
  • Vergleich zwischen Abteilungen einfach
  • Farbcodierung: Rot (>15%), Gelb (10-15%), Grün (<10%)

Tool: Excel, Google Sheets, Tableau


Beispiel 9: Mitarbeiterzufriedenheit-Heatmap

Beschreibung: Heatmap: Y-Achse = Abteilungen, X-Achse = Zufriedenheits-Kategorien (Gehalt, Work-Life-Balance, Führung, etc.). Farbskala: Grün (zufrieden) bis Rot (unzufrieden).

Was macht es erfolgreich:

  • Multi-dimensionale Daten kompakt dargestellt
  • Hotspots (rote Felder) = Handlungsbedarf
  • Muster erkennbar (z.B. "Alle Abteilungen unzufrieden mit Gehalt")

Tool: Tableau, Power BI, Seaborn (Python)


Kategorie D: Operations & Logistik

Beispiel 10: Lieferzeiten-Verteilung (Box-Plot)

Beschreibung: Box-Plot zeigt Lieferzeiten: Median 3 Tage, 50% aller Lieferungen zwischen 2-4 Tagen, Ausreisser bis 7 Tage.

Was macht es erfolgreich:

  • Median, Quartile und Ausreisser auf einen Blick
  • Basis für Lieferzeit-Versprechen
  • Qualitätskontrolle

Tool: Tableau, Python (Matplotlib), R (ggplot2)


Beispiel 11: Produktionsauslastung pro Woche (Gantt-Chart)

Beschreibung: Gantt-Chart zeigt Produktions-Slots pro Maschine über 4 Wochen. Farbcodierung: Grün (geplant), Blau (in Produktion), Grau (Wartung).

Was macht es erfolgreich:

  • Auslastung sofort erkennbar
  • Engpässe identifizierbar
  • Planungstool

Tool: Microsoft Project, Smartsheet, Asana


Beispiel 12: Lagerbestand nach Produktkategorie (gestapeltes Flächendiagramm)

Beschreibung: Gestapeltes Flächendiagramm zeigt Lagerbestand über 12 Monate. Jede Farbe = Produktkategorie. Gesamthöhe = Total-Lagerbestand.

Was macht es erfolgreich:

  • Trends pro Kategorie sichtbar
  • Total-Lagerbestand im Kontext
  • Saisonalität erkennbar

Tool: Tableau, Google Data Studio, Excel


Kategorie E: Web Analytics & Digital

Beispiel 13: Website-Traffic-Quellen (Donut-Chart)

Beschreibung: Donut-Chart zeigt Traffic-Quellen: Organic Search (40%), Direct (25%), Social Media (20%), Referral (10%), Paid Ads (5%).

Was macht es erfolgreich:

  • Anteile auf einen Blick
  • Donut-Chart moderner als Pie-Chart
  • Zentrum kann für Total-Zahl genutzt werden

Tool: Google Analytics, Datawrapper, Flourish


Beispiel 14: Conversion-Rate nach Landing-Page (horizontales Balkendiagramm)

Beschreibung: Horizontales Balkendiagramm zeigt Conversion-Rates verschiedener Landing-Pages. Landing-Page A: 8.5%, B: 6.2%, C: 4.1%, etc.

Was macht es erfolgreich:

  • Best-Performer sofort erkennbar
  • Vergleich zwischen Pages einfach
  • Basis für A/B-Tests

Tool: Google Analytics, Hotjar, Tableau


Beispiel 15: User-Journey Sankey-Diagramm

Beschreibung: Sankey-Diagramm zeigt Nutzerfluss: Homepage → Produktseite (60%) / Blog (30%) / Kontakt (10%). Produktseite → Checkout (20%) / Exit (40%) / Blog (40%).

Was macht es erfolgreich:

  • User-Flow visuell nachvollziehbar
  • Abbruchpunkte erkennbar
  • Optimierungspotenziale sichtbar

Tool: Google Analytics, Flourish, D3.js


Kategorie F: Kundendaten & CRM

Beispiel 16: Customer Lifetime Value nach Segment (gruppiertes Balkendiagramm)

Beschreibung: Gruppiertes Balkendiagramm: 4 Kundensegmente (Premium, Standard, Basic, Trial) über 3 Jahre. Jedes Jahr = eigene Farbe.

Was macht es erfolgreich:

  • Vergleich zwischen Segmenten UND Jahren
  • Trends pro Segment erkennbar
  • Basis für Segment-Strategien

Tool: Salesforce, Tableau, Power BI


Beispiel 17: Net Promoter Score (NPS) Gauge-Chart

Beschreibung: Gauge-Chart (Tacho-Visualisierung) zeigt NPS: 45 (auf Skala -100 bis +100). Farbzonen: Rot (-100 bis 0), Gelb (0 bis 50), Grün (50+).

Was macht es erfolgreich:

  • Intuitiv (Tacho-Metapher)
  • Zielbereich sofort erkennbar
  • Single-Metric-Fokus

Tool: Tableau, Google Data Studio, Klipfolio


Beispiel 18: Kundenakquise nach Kanal über Zeit (gestapeltes Flächendiagramm)

Beschreibung: Gestapeltes Flächendiagramm zeigt Neukundenakquise pro Monat, aufgeteilt nach Kanälen (Referral, Organic, Paid, Direct).

Was macht es erfolgreich:

  • Entwicklung pro Kanal sichtbar
  • Total-Neukundenzahl im Kontext
  • Kanalverschiebungen erkennbar

Tool: Google Analytics + Data Studio, Tableau, Excel


Kategorie G: Vergleiche & Benchmarking

Beispiel 19: Wettbewerbs-Benchmark (Bullet Chart)

Beschreibung: Bullet Chart vergleicht eigene Performance (schwarzer Balken) mit Branchendurchschnitt (graue Linie) und Top 10% (graue Zone). Metriken: Umsatzwachstum, Kundenzufriedenheit, NPS, etc.

Was macht es erfolgreich:

  • Kompakter Vergleich über mehrere Metriken
  • Relativierung durch Kontext (Durchschnitt, Top)
  • Sofort erkennbar: Über/unter Benchmark

Tool: Tableau, Power BI, Excel


Beispiel 20: Produkt-Feature-Vergleich (Heatmap-Tabelle)

Beschreibung: Heatmap-Tabelle: Y-Achse = Produkte (unseres, Konkurrenz A, B, C), X-Achse = Features. Farben: Grün (vorhanden), Gelb (teilweise), Grau (nicht vorhanden).

Was macht es erfolgreich:

  • Feature-Gaps sofort sichtbar
  • Basis für Produktentwicklung
  • Wettbewerbsposition klar

Tool: Excel, Airtable + Visualisierung, Notion


Kategorie H: Projektmanagement

Beispiel 21: Projektfortschritt (Burn-Down-Chart)

Beschreibung: Burn-Down-Chart zeigt verbleibende Tasks über Projekt-Zeitraum. Ideallinie vs. tatsächlicher Fortschritt.

Was macht es erfolgreich:

  • Projektstatus sofort erkennbar
  • Früherkennung von Verzögerungen
  • Motivationsfaktor für Team

Tool: Jira, Asana, Trello + Burn-Down-Plugin


Beispiel 22: Ressourcen-Auslastung (gestapeltes Balkendiagramm)

Beschreibung: Gestapeltes Balkendiagramm: Y-Achse = Teammitglieder, X-Achse = Wochen. Farbcodes: Projekt A (blau), B (grün), C (gelb), Verfügbar (grau).

Was macht es erfolgreich:

  • Überlastung/Unterauslastung erkennbar
  • Ressourcen-Planung optimierbar
  • Basis für Hiring-Entscheidungen

Tool: Resource Guru, Float, Excel


Kategorie I: Forschung & Entwicklung

Beispiel 23: Korrelationsmatrix (Heatmap)

Beschreibung: Heatmap zeigt Korrelationen zwischen 10 Variablen (z.B. Feature-Nutzung). Farben: Dunkelblau (starke positive Korrelation), Weiss (keine), Dunkelrot (starke negative).

Was macht es erfolgreich:

  • Multi-dimensionale Korrelationen auf einen Blick
  • Muster erkennbar
  • Basis für weitere Analyse

Tool: Python (Seaborn), R (corrplot), Tableau


Beispiel 24: A/B-Test-Ergebnisse (Violin-Plot)

Beschreibung: Violin-Plot vergleicht Conversion-Raten von Variante A vs. B. Zeigt nicht nur Durchschnitt, sondern gesamte Verteilung.

Was macht es erfolgreich:

  • Mehr Kontext als einfacher Durchschnitts-Vergleich
  • Verteilung sichtbar (Varianz)
  • Statistische Signifikanz erkennbar

Tool: Python (Seaborn), R (ggplot2), Tableau


Kategorie J: Nachhaltigkeit & ESG

Beispiel 25: CO2-Fussabdruck nach Geschäftsbereich (Treemap)

Beschreibung: Treemap zeigt CO2-Emissionen: Transport (45%), Produktion (30%), Büro (15%), IT (10%).

Was macht es erfolgreich:

  • Haupt-Emittenten sofort sichtbar
  • Basis für Reduktions-Massnahmen
  • Transparenz

Tool: Tableau, Power BI, RAWGraphs


Beispiel 26: Nachhaltigkeitsziele-Fortschritt (Bullet-Chart)

Beschreibung: Bullet-Chart zeigt Fortschritt zu 5 ESG-Zielen (z.B. "CO2-Reduktion um 30%"). Schwarzer Balken = Ist-Wert, graue Linie = Ziel.

Was macht es erfolgreich:

  • Kompakter Fortschritts-Überblick
  • Zielerreichung klar kommuniziert
  • Für Geschäftsberichte perfekt

Tool: Tableau, Power BI, Excel


Kategorie K: Gesundheit & Fitness (für Health-Tech KMU)

Beispiel 27: Gesundheitsdaten-Verlauf (Multi-Linien-Diagramm)

Beschreibung: Multi-Linien-Diagramm zeigt 3 Gesundheitsmetriken über 12 Monate: Gewicht (kg), Blutdruck (mmHg), Cholesterin (mg/dL).

Was macht es erfolgreich:

  • Trends pro Metrik sichtbar
  • Zusammenhänge erkennbar
  • Motivationsfaktor

Tool: Apple Health Export + Visualisierung, Google Fit, Tableau


Kategorie L: Bildung & E-Learning

Beispiel 28: Lernfortschritt-Dashboard (kombiniertes Chart)

Beschreibung: Dashboard kombiniert: Balkendiagramm (Module abgeschlossen), Liniendiagramm (Lernzeit pro Woche), Donut-Chart (Kategorien-Verteilung).

Was macht es erfolgreich:

  • Multi-dimensionaler Überblick
  • Gamification-Elemente
  • Motivationsfaktor

Tool: Learning-Plattformen (Moodle, Teachable), Tableau, Google Data Studio


Kategorie M: Immobilien & Real Estate

Beispiel 29: Immobilienpreise nach Quartier (Choroplethenkarte)

Beschreibung: Choroplethenkarte der Stadt Zürich: Quartiere eingefärbt nach durchschnittlichem m²-Preis. Dunkelrot = teuer, Hellgelb = günstig.

Was macht es erfolgreich:

  • Geografischer Kontext
  • Preis-Hotspots sofort erkennbar
  • Entscheidungshilfe für Käufer

Tool: Tableau, Google Maps API + Visualisierung, Mapbox


Kategorie N: Startups & Innovation

Beispiel 30: Funding-Runden-Timeline (kombinierte Visualisierung)

Beschreibung: Timeline zeigt Funding-Runden (Seed, Series A, B, C) als Meilensteine. Ballengrösse = Funding-Volumen. Unternehmensbewertung als Linie darüber.

Was macht es erfolgreich:

  • Wachstums-Story visuell erzählt
  • Funding-Dynamik erkennbar
  • Für Pitch-Decks perfekt

Tool: PowerPoint + manuell, Crunchbase Export + Visualisierung, Flourish

→ Mehr Startup-Infografik-Beispiele


Die besten Datenvisualisierungs-Tools für Schweizer KMU

1. Excel / Google Sheets (Einsteiger)

Vorteile:

  • Keine Lernkurve
  • Bereits vorhanden
  • Grundlegende Charts sofort verfügbar

Nachteile:

  • Design oft unprofessionell
  • Limitierte Visualisierungs-Arten
  • Nicht interaktiv

Ideal für: Quick & Dirty Analysen, interne Reports

Kosten: Kostenlos (Excel via Microsoft 365)


2. Tableau (Fortgeschritten)

Vorteile:

  • Extrem mächtig
  • Interaktive Dashboards
  • Viele Visualisierungs-Optionen

Nachteile:

  • Steile Lernkurve
  • Teuer (ab CHF 70/Monat)

Ideal für: KMU mit dediziertem Data-Analyst, komplexe Datenvisualisierungen

Kosten: Ab CHF 70/Monat (Tableau Creator)


3. Power BI (Microsoft-Ökosystem)

Vorteile:

  • Integration mit Microsoft-Produkten
  • Günstiger als Tableau
  • Starke Community

Nachteile:

  • Windows-lastig
  • Steile Lernkurve

Ideal für: KMU mit Microsoft 365, die tiefer in Analytics einsteigen wollen

Kosten: Ab CHF 10/Monat (Power BI Pro)


4. Google Data Studio (Gratis, Web-Fokus)

Vorteile:

  • Kostenlos
  • Google Analytics Integration
  • Einfach zu lernen
  • Cloud-basiert

Nachteile:

  • Limitiert auf Google-Ökosystem
  • Weniger Visualisierungs-Optionen als Tableau

Ideal für: KMU mit Google Workspace, Web-Analytics-Fokus

Kosten: Kostenlos


5. Datawrapper (Journalismus-Qualität)

Vorteile:

  • Sehr einfach zu bedienen
  • Professionelle Outputs
  • Responsive Charts

Nachteile:

  • Limitierte Funktionalität
  • Eher statisch

Ideal für: KMU, die schnell schöne Charts für Website/Social Media brauchen

Kosten: Kostenlos (Basis), ab CHF 60/Monat (Teams)


6. Tell Grafik (Custom Infografiken & Datenvisualisierungen)

Vorteile:

  • 100% Custom auf Ihre Marke
  • Professionelles Design
  • Print & Digital
  • Keine Tools-Lizenz nötig

Nachteile:

  • Nicht self-service
  • Einmalige Kosten pro Projekt

Ideal für: KMU, die professionelle Datenvisualisierungen für Geschäftsberichte, Pitchdecks, Marketing brauchen

Kosten: Ab CHF 800 (einfache Datenvisualisierung)

→ Mehr zu unseren Infografik-Leistungen


Best Practices: So erstellen Sie gute Datenvisualisierungen

1. Weniger ist mehr

Problem: Viele Anfänger packen zu viel in eine Visualisierung.

Lösung:

  • Max. 5-7 Datenpunkte pro Chart
  • Ein Chart = eine Botschaft
  • Entfernen Sie alles, was nicht zur Kernbotschaft beiträgt

Beispiel: Statt 20 Produkte in einem Balkendiagramm → Top 5 + "Andere"


2. Wählen Sie den richtigen Chart-Typ

Cheat-Sheet:

  • Vergleich: Balkendiagramm
  • Entwicklung über Zeit: Liniendiagramm
  • Anteile/Komposition: Kreisdiagramm (max. 5 Kategorien) oder Treemap
  • Korrelation: Scatter Plot
  • Verteilung: Histogramm oder Box-Plot
  • Geografisch: Karte

3. Nutzen Sie Farben gezielt

Dos:

  • Unternehmensfarben nutzen
  • Max. 3-4 Farben pro Chart
  • Rot für negativ, Grün für positiv (universal verständlich)

Don'ts:

  • Bunte "Regenbogen-Charts"
  • Zu wenig Kontrast
  • Farben ohne Bedeutung

4. Beschriften Sie klar

Checklist:

  • ✓ Titel: Was zeigt der Chart?
  • ✓ Achsenbeschriftungen: Was bedeutet X/Y?
  • ✓ Einheiten: CHF? %? Anzahl?
  • ✓ Quelle: Woher stammen die Daten?
  • ✓ Datum: Wann wurde der Chart erstellt?

5. Testen Sie Ihre Visualisierung

Der 5-Sekunden-Test: Zeigen Sie den Chart jemandem für 5 Sekunden. Fragen Sie: "Was ist die Hauptbotschaft?"

Wenn die Person es nicht sofort versteht → Überarbeiten.


Häufige Fehler bei Datenvisualisierung

Fehler #1: Falsche Chart-Typen

Problem: Kreisdiagramme für 15 Kategorien

Lösung: Balkendiagramm nutzen


Fehler #2: Manipulative Y-Achsen

Problem: Y-Achse startet nicht bei 0 → Unterschiede wirken dramatischer

Lösung: Y-Achse immer bei 0 starten (Ausnahme: Temperatur-Charts)


Fehler #3: 3D-Charts

Problem: 3D-Effekte verfälschen Proportionen

Lösung: Immer 2D nutzen (es sei denn, Sie haben tatsächlich 3 Dimensionen)


Fehler #4: Zu viel Text

Problem: Chart als Prosa-Text

Lösung: Visualisierung soll sprechen, nicht Text


Fehler #5: Inkonsistente Farben

Problem: Produkt A ist in Chart 1 blau, in Chart 2 rot

Lösung: Farbschema durchziehen über alle Charts hinweg


Wie Tell Grafik Ihnen bei professioneller Datenvisualisierung hilft

Unser Prozess:

1. Daten-Analyse (30 Min. kostenlos) Wir analysieren Ihre Rohdaten und empfehlen die beste Visualisierungs-Art.

2. Konzept-Entwurf Skizzen von 2-3 Visualisierungs-Ansätzen. Sie wählen.

3. Design-Umsetzung Professionelle Gestaltung in Ihren Unternehmensfarben. Print & Digital.

4. Revisionsrunden 2 Überarbeitungsrunden inklusive.

5. Finale Dateien PDF (Print), PNG (Web), SVG (skalierbar), Quelldateien.

Typische Projekte:

Geschäftsbericht-Infografik (ab CHF 1'200)

  • 5-8 Datenvisualisierungen
  • Corporate Design
  • Print-ready

Dashboard-Design (ab CHF 2'500)

  • Custom Dashboard-Design
  • Für Tableau/Power BI
  • Responsive

Pitch-Deck-Visualisierungen (ab CHF 800)

  • 3-5 Charts
  • Investor-tauglich
  • Storytelling-Fokus

→ Jetzt kostenlose Erstberatung buchen


Fazit: Datenvisualisierung als Wettbewerbsvorteil

Datenvisualisierung ist kein Nice-to-Have mehr – es ist ein Business-Muss. Schweizer KMU, die Daten professionell visualisieren:

✓ Treffen schnellere, bessere Entscheidungen ✓ Kommunizieren klarer intern & extern ✓ Wirken professioneller & innovativer ✓ Sparen Zeit in Meetings & Reports

Der erste Schritt: Identifizieren Sie die 3 wichtigsten Daten-Stories in Ihrem Unternehmen. Visualisieren Sie diese professionell. Der ROI kommt sofort.

Sie brauchen Hilfe bei Ihrer Datenvisualisierung?

Ob Dashboard-Design, Geschäftsbericht-Infografik oder Pitch-Deck-Charts – ich unterstütze Sie mit 30 Jahren Grafikdesign-Erfahrung.

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Weiterführende Ressourcen

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Über den Autor

Roman Stalder ist Inhaber von Tell Grafikatelier Stalder und entwickelt seit über 30 Jahren professionelle Logos und Corporate Designs für Schweizer Unternehmen.

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